NBC release v6.67 – Executive Editorial Briefings Die perfekte ERP-Demo: Ihre Prozesse im Test | NBC
ERP · SystemauswahlAktualisiert am 20. Juli 2026Lesezeit wird geladen

ERP-Demos mit echten Prozessen

Eine gute Vertriebsdemo ist Handwerk: durchchoreografiert, mit sauberen Daten und genau den Klickpfaden, die glänzen. Ich weiß das, weil ich seit Jahren PreSales auf Anbieterseite verantworte. Genau deshalb rate ich Ihnen: Lassen Sie sich nie die Standard-Show zeigen – geben Sie das Drehbuch selbst vor.

Belegt die Demo Ihren Vorgang – oder nur die Stärke des Präsentators?

Auswahlteam vor Anbieter-DemosFachbereich mit kritischen SonderfällenGeschäftsführung im Entscheidungsgremium
SIGNATURE VISUALEvidence Theatre

Eine freie Produktshow wird einer vergleichbaren Arbeitsprobe mit Normalfall, Ausnahme, Fehlerweg und schriftlichem Nachweis gegenübergestellt.

  1. Behauptung
  2. Normalfall
  3. Ausnahme
  4. Beleg

Eine freie Produktshow wird einer vergleichbaren Arbeitsprobe mit Normalfall, Ausnahme, Fehlerweg und schriftlichem Nachweis gegenübergestellt.

EXECUTIVE ANSWER

Die Entscheidung in Kürze

Eine gute ERP-Demo ist keine Produktshow, sondern eine vergleichbare Arbeitsprobe. Alle Anbieter bearbeiten dieselben realen Geschäftsvorfälle, Sonderfälle und Fehlerwege und dokumentieren dabei Standard, Konfiguration, Erweiterung und offene Annahmen.

ENTSCHEIDUNG

Eine ERP-Demo wird erst durch identische reale Szenarien, Ausnahmen und dokumentierte Annahmen vergleichbar.

NACHWEIS

Der Anbieter zeigt live, was Standard, Konfiguration, Erweiterung und offene Bedingung ist.

GRENZE

Eine gute Demo reduziert Unsicherheit; sie ersetzt weder Referenzprüfung noch Vertragsklärung.

01

Was in einer Standard-Demo wirklich passiert

Der Anbieter zeigt sein System dort, wo es am stärksten ist – mit Demodaten ohne Dubletten, ohne Sonderfälle, ohne die eine Kundenanforderung, die bei Ihnen jede Woche Ärger macht. Das ist kein Betrug, das ist Vertrieb: Niemand führt freiwillig die Schwächen vor. Nur: Für Ihre Entscheidung ist eine solche Demo nahezu wertlos. Sie sehen, was das System kann – nicht, ob es Ihre Arbeit kann.

02

Das Demo-Drehbuch: Sie schreiben es, nicht der Anbieter

Der wichtigste Schritt der Systemauswahl ist ein Drehbuch mit Ihren realen Geschäftsvorfällen. Nicht abstrakt („Auftragsabwicklung zeigen"), sondern konkret:

  1. Fünf bis acht echte Fälle aus Ihrem Alltag – inklusive der unbequemen: die Teillieferung mit Preisänderung, die Retoure mit Gutschrift-Sonderfall, der Rahmenauftrag mit Abrufen.
  2. Ihre echten (anonymisierten) Beispieldaten – ein Artikel mit Varianten, ein Kunde mit Sonderkonditionen. Wie das System mit unbequemen Daten umgeht, sagt mehr als jede Folie.
  3. Gleiche Fälle für alle Anbieter, gleiche Zeit, gleiche Reihenfolge. Nur so werden Demos vergleichbar statt Geschmackssache.
  4. Ein Bewertungsbogen pro Teilnehmer, ausgefüllt direkt in der Demo: abgebildet im Standard / mit Konfiguration / nur mit Anpassung / gar nicht. Plus: Wer hat es gezeigt – der Vertriebler oder ein Consultant, der es später auch einführt?
03

Die Fragen, vor denen Demo-Teams Respekt haben

Aus der Innensicht kann ich Ihnen sagen, welche Fragen eine Demo sofort ehrlicher machen: „Zeigen Sie das bitte im Standard – ohne die vorbereitete Erweiterung." „Was passiert, wenn der Anwender hier einen Fehler macht?" „Wie sieht derselbe Vorgang mit 50.000 Artikeln statt 50 aus?" Und die wichtigste: „Welche unserer acht Anforderungen können Sie heute nicht zeigen – und warum?" Ein Anbieter, der darauf sauber antwortet, ist ein besserer Partner als einer, bei dem alles glänzt. Das Lastenheft liefert dafür die Grundlage – vorausgesetzt, es ist wirklich Ihres.

04

Nach der Demo: dokumentieren statt erinnern

Drei Demos später verschwimmen die Eindrücke, und es gewinnt der sympathischste Präsentator. Dagegen hilft nur Disziplin: Bewertungen direkt nach jedem Termin konsolidieren, offene Punkte schriftlich nachfordern, kritische Szenarien in einem zweiten Termin vertiefen – idealerweise als Testszenario zum Selbstklicken.

Praxis-Tipp: Verlangen Sie, dass in der Demo mindestens einmal ein Vorgang von vorn bis hinten durchläuft – vom Auftrag bis zum Beleg. Zusammengeschnittene Einzelmasken verdecken genau die Übergaben, an denen es später hakt.
DECISION LEDGER

Demo-Drehbuch statt Funktionsrundgang

Entscheidend ist, welche Voraussetzung für Ihren konkreten Fall noch nicht belegt ist.

PrüffeldLeitfrageBelastbarer NachweisKonsequenz
NormalfallKann der häufigste Geschäftsvorfall Ende-zu-Ende gezeigt werden?Live-Durchlauf mit Ergebnis.Grundfähigkeit belegen.
SonderfallWie reagiert das System auf eine reale Abweichung?Variante mit Rolle und Entscheidung.Flexibilität prüfen.
FehlerwegWas passiert bei fehlenden oder falschen Daten?Meldung, Korrektur und Protokoll.Betriebsrealität testen.
NachweisWas ist Standard, Konfiguration oder Erweiterung?Schriftliche Einordnung je Schritt.Angebote und Risiken vergleichbar machen.

Responsibility Ledger

PERSPEKTIVEModerator

Drehbuch und gleiche Bedingungen sichern.

PERSPEKTIVEFachbereich

Ergebnis fachlich bewerten.

PERSPEKTIVEAnbieter

Annahmen, Standard und Lücken transparent belegen.

Warnsignale

  • Anbieter bestimmt allein die Agenda.
  • Nur Happy Paths werden gezeigt.
  • Fragen werden auf spätere Workshops vertagt.
  • Bewertung erfolgt direkt nach Eindruck ohne Protokoll.

WISSEN UND DETAILS

Quellen, Prüfstand und vertiefende Informationen.

Ergänzende Nachweise und Detailfragen sind vollständig am Ende des Artikels gebündelt.

Inhalt und Fortschritt
EXECUTIVE CONCLUSION

Was jetzt entschieden werden sollte

  • EntscheidungEine ERP-Demo wird erst durch identische reale Szenarien, Ausnahmen und dokumentierte Annahmen vergleichbar.
  • NachweisDer Anbieter zeigt live, was Standard, Konfiguration, Erweiterung und offene Bedingung ist.
  • Bewusste GrenzeEine gute Demo reduziert Unsicherheit; sie ersetzt weder Referenzprüfung noch Vertragsklärung.
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