CASE 02 · GESCHÄFTSFÜHRUNG & REPORTING

Die Zahlen waren da. Der gemeinsame Stand nicht.

Wochen- und Monatsauswertung des Unternehmens nach Bereichen, Produkten und Standorten: Dieselben Kennzahlen wurden unterschiedlich definiert, aus verschiedenen Excel-Auswertungen und Datenquellen zusammengeführt und anschließend manuell abgestimmt. Eine zentrale Datenquelle und automatisiertes BI-Reporting reduzierten diesen Aufwand von 8–12 Stunden auf unter eine Stunde pro Woche.

DOKUMENTIERTE WIRKUNG
Vorher · pro Woche8–12 Stunden
Danach · pro WocheUnter 1 Stunde
12 Stunden als obere Vergleichsbasis; der zweite Balken zeigt die Obergrenze von 1 Stunde.

Was wurde konkret verändert?

Definition · führende Quelle · Zeitstand · Verantwortung

Die verwendeten Steuerungskennzahlen erhielten eine gemeinsame Definition und wurden aus einer zentralen Datenbasis bereitgestellt.

Gemessen wurde der wöchentliche Reporting-Aufwand der Prokuristin; die genaue Messdauer ist nicht veröffentlicht – aus Vertraulichkeitsgründen.

Beratende Projektleitung · anonymisiert, ohne identifizierende Merkmale

NBC / REPORTING

Wenn drei Führungskräfte drei Versionenderselben Kennzahl haben, fehlt Ihnenkein Dashboard. Ihnen fehlt eine gemeinsame Wahrheit.

ERGEBNIS & MESSBASIS · DOKUMENTIERTE WIRKUNG

Eine Datenquelle statt Excel-Konsolidierung.

Die Unternehmensauswertung wurde auf eine zentrale Datenbasis und gemeinsame Definitionen gestellt. Das automatisierte BI-Reporting ersetzt das frühere Einsammeln und Zusammenführen verteilter Excel-Auswertungen; manuell geprüft werden vor allem noch auffällige Werte und Rückfragen.

Messbasis im Überblick
Was gemessen wurdeWöchentlicher Aufwand der Prokuristin für Zusammenstellen, Abstimmen, Korrigieren und Erklären der Steuerungszahlen.
Zeitraum und MengeWöchentlicher Reporting-Aufwand · genaue Messdauer nicht veröffentlicht – aus Vertraulichkeitsgründen.
Womit verglichen wurde8–12 Stunden pro Woche vorher · unter 1 Stunde nach zentraler Datenbasis und automatisiertem BI-Reporting.
Was die Zahl nicht bedeutetGemessen wurde Reporting-Aufwand, nicht Umsatzwirkung oder Entscheidungsqualität.
VeröffentlichungHerkunft: anonymisiert, ohne identifizierende Merkmale · eigene Projektbeteiligung
MEINE ROLLE IM PROJEKT

Meine Rolle lag in der fachlichen Harmonisierung der Steuerungslogik: Definitionen, Grundmengen, Datenstände und führende Quellen wurden gemeinsam mit den Beteiligten geklärt, bevor das Reporting automatisiert wurde. So entstand eine gemeinsame Datenbasis statt eines weiteren Dashboards auf widersprüchlichen Zahlen.

GESCHÄFTLICHE RELEVANZ

Die Prokuristin investierte zuvor 8–12 Stunden pro Woche in Zusammenstellen, Abstimmen, Korrigieren und Erklären der Zahlen. Der Hebel lag deshalb nicht nur in weniger Handarbeit, sondern darin, die Steuerungsgrundlage vor der Auswertung verbindlich zu machen.

Kennzahl-Definition an einem Beispiel öffnen
REKONSTRUIERTER ARBEITSAUSZUG

Kennzahl-Definition · offener Auftragsbestand

Ein ausgefülltes Lehrbeispiel zeigt die vier Festlegungen, die eine Steuerungskennzahl belastbar machen.

fiktive Detaildaten
DefinitionAktive bestätigte Aufträge; stornierte Aufträge ausgeschlossen
Führende QuelleERP-Auftragsstatus
Datenstand31.03.2026 · 18:00 (fiktiver gemeinsamer Datenstand)
VerantwortungControlling bestätigt; Fachbereich klärt Ausnahmen

Im interaktiven Beispiel entstehen 1.315.000 € und 1.240.000 € aus unterschiedlichen Grundmengen. Die 75.000 € Differenz sind bewusst fiktiv und dienen nur der Erklärung.

ERGEBNIS & MESSBASIS8–12 h → unter 1 h pro Woche · genaue Messdauer nicht veröffentlicht – aus Vertraulichkeitsgründen

Unterschiedliche Definitionen machten dieselbe Kennzahl strittig.

Vor der Steuerungsrunde mussten Zahlen aus unterschiedlichen Excel-Auswertungen und Datenquellen zusammengeführt werden. Dieselbe Kennzahl war teilweise unterschiedlich definiert, und die Bereiche lieferten ihre Daten auf unterschiedlichen Wegen zu. Ein erheblicher Teil der Arbeit bestand deshalb aus Zusammenstellen, Abstimmen, Korrigieren und Erklären.

Im Projekt wurden die Kennzahlendefinitionen vereinheitlicht, eine zentrale Datenbasis geschaffen und darauf ein automatisiertes BI-Reporting aufgebaut. Die Prokuristin musste die Zahlen dadurch nicht mehr manuell zusammensuchen, sondern konnte sich auf auffällige Abweichungen und die Einordnung gegenüber der Geschäftsführung konzentrieren.

So sind wir vorgegangen

Die Verbesserung begann nicht mit einem neuen Dashboard, sondern mit der Frage, warum dieselbe Kennzahl je nach Excel-Auswertung oder Datenquelle unterschiedlich ausfiel. Erst danach wurde die technische Reporting-Strecke aufgebaut.

Zu BeginnDie vorhandenen Excel-Auswertungen, Datenquellen und Definitionen derselben Kennzahlen wurden nebeneinandergelegt. Abweichungen und unterschiedliche Berechnungslogiken wurden dadurch sichtbar.
DanachFür die Unternehmenssteuerung wurde gemeinsam festgelegt, welche Kennzahl wie definiert wird, welche Grundmenge dazugehört und welche Datenbasis dafür führend ist.
AnschließendDie relevanten Informationen wurden in einer zentralen Datenquelle zusammengeführt. Dadurch entfiel das manuelle Einsammeln unterschiedlich angelieferter Zahlenstände.
Im BetriebAuf dieser Datenbasis wurde das Wochen- und Monatsreporting nach Bereichen, Produkten und Standorten automatisiert. Die Prokuristin prüft heute vor allem auffällige Abweichungen und erläutert Besonderheiten gegenüber der Geschäftsführung.
PROJEKTLOGIK · ENTSCHEIDUNGEN

Darauf kam es an.

Das Dashboard war nicht das eigentliche Problem. Erst als Definition, Grundmenge, Datenstand und Verantwortung geklärt waren, konnten zwei Auswertungen überhaupt dieselbe betriebliche Realität beschreiben.

01

Definition vor Visualisierung klären

Eine gleich benannte Kennzahl ist nicht automatisch dieselbe Kennzahl. Berechnungslogik und fachliche Abgrenzung mussten zuerst verbindlich werden.

02

Eine führende Datenquelle festlegen

Excel war nicht die Ursache, sondern die sichtbare Reparaturstelle. Entscheidend war, welche Quelle für welchen Wert führend ist und wie Abweichungen behandelt werden.

03

Datenstand und Verantwortung zusammenführen

Auch eine korrekte Definition bleibt unbrauchbar, wenn Bereiche mit unterschiedlichen Ständen arbeiten. Aktualität, Verantwortlichkeit und Freigabe wurden deshalb Teil derselben Reporting-Logik.

Welche Kennzahl müssen Sie vor jeder Sitzung erst abstimmen?

Nehmen Sie genau diese Kennzahl. Vergleichen Sie Definition, Datenstand, führende Quelle und Verantwortung – bevor über ein neues Dashboard gesprochen wird.

  • Geschäftsführung und Bereiche arbeiten mit unterschiedlichen Zahlenständen.
  • Excel verbindet Daten, deren Definition und Verantwortung in den Quellsystemen nicht geklärt sind.
  • Die Zahl ist verfügbar, muss vor der Nutzung aber regelmäßig aus mehreren Dateien und Quellen zusammengeführt werden.