Die Ware war zurück. Die Gutschrift noch nicht.
Großhandel, rund 1.100 Retouren im Monat: Warenbewegung und Informationsstand liefen auseinander. Ein gemeinsamer Retourenstatus mit klaren Übergaben verkürzte die Zeit bis zur Gutschrift von 9,4 auf 3,3 Arbeitstage.
Was wurde konkret verändert?
Eine Retoure wurde als gemeinsamer Vorgang mit eindeutigen Statusübergaben geführt.
Durchlaufzeit bis zur Gutschrift; keine Übertragung der Wirkung auf andere Betriebe.
Beratende Projektleitung · anonymisiert, ohne identifizierende Merkmale
Die Retoure war geprüft. Der nächste Bereich wartete trotzdem.
Die Retoure war bereits geprüft, doch der nächste Bereich wartete noch auf das Ergebnis. Zwischen Wareneingang, Prüfung, Bestandskorrektur und Gutschrift entstanden Rückfragen und Liegezeiten, weil Informationen nicht zuverlässig mit dem Vorgang weitergegeben wurden.
Im Projekt wurden die vier Übergaben über einen gemeinsamen Retourenvorgang verbunden: Jeder Schritt erhielt einen eindeutigen Status und eine verantwortliche Rolle. So konnte der nächste Bereich erkennen, was erledigt war und welche Handlung nun anstand.
So sind wir vorgegangen
Der Ablauf wurde nicht abstrakt neu gezeichnet, sondern an echten Retouren rückwärts geprüft. So wurde sichtbar, an welcher Übergabe der Informationsfluss hinter der Ware zurückblieb und welcher Status für den nächsten Bereich fehlte.
NBC / RETOUREN
Die Ware ist längst zurück.Nur Ihr Unternehmen weiß esnoch nicht.
Vom Rücklauf zum geschlossenen Vorgang.
Eingang, Prüfung, Entscheidung, Bestand und Gutschrift wurden als ein durchgängiger Vorgang geführt. Die Vergleichsmessung zeigt die Veränderung der Zeit bis zur Gutschrift.
Messbasis im Überblick
Meine Rolle lag in der Analyse realer Retourenvorgänge, der Identifikation der Übergabebrüche und der Strukturierung des Zielprozesses. Gemeinsam mit den beteiligten Bereichen wurden Zustände, Verantwortlichkeiten und Übergaben so definiert, dass der Vorgang vom Eingang bis zur Gutschrift geschlossen geführt werden konnte.
Bei rund 1.100 Retouren pro Monat war nicht ein einzelner Arbeitsschritt das Kernproblem, sondern die Liegezeit zwischen Bereichen. Genau dort setzte die Veränderung an – die gemessene Durchlaufzeit sank von 9,4 auf 3,3 Arbeitstage.
Messbasis der Retourendurchlaufzeit
Was die Projektmessung belegt
Die Projektmessung bleibt bewusst von der Prozesssimulation getrennt.
Darauf kam es an.
Die Wirkung kam nicht aus einem schnelleren Einzelschritt. Entscheidend war, die unsichtbaren Übergaben zwischen Prüfung, Entscheidung, Bestand und Gutschrift als einen gemeinsamen Vorgang zu behandeln.
Übergaben messen, nicht nur Bearbeitungszeit
Die längste Liegezeit entstand nicht während der fachlichen Prüfung, sondern danach: Das Ergebnis war vorhanden, die nächste Rolle erkannte die Übergabe aber nicht zuverlässig.
Entscheidung als eigenen Prozessschritt sichtbar machen
Prüfung und Entscheidung wurden bewusst getrennt. Gerade Kulanz- oder Sonderfälle durften nicht automatisch aus dem Prüfergebnis abgeleitet werden; sie brauchten einen sichtbaren Verantwortlichen und Status.
Den nächsten Besitzer des Vorgangs eindeutig machen
Jede Übergabe bekam einen definierten nächsten Schritt. Dadurch war nicht nur dokumentiert, was bereits erledigt war, sondern auch, wer jetzt handeln musste.
Prüfen Sie eine Retoure vom Eingang bis zur Gutschrift.
Wenn Ware und Informationsstatus auseinanderlaufen, reicht eine allgemeine Prozessdiskussion nicht. Verfolgen Sie einen realen Vorgang und suchen Sie die erste Stelle, an der Information später ankommt als die Ware.
- Ware und Systemstatus laufen im Tagesgeschäft auseinander.
- Mitarbeitende gleichen Informationen zwischen ERP, Excel und Fachsystemen manuell ab.
- Eine Übergabe ist fachlich erledigt, aber der nächste Bereich erkennt das im System nicht.